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Unterwegs mit António Amaro
Was passiert, wenn wir einen Traum fünf Jahre lang aufschieben und uns dann endlich entscheiden, die Turnschuhe anzuziehen und dem Impuls zu folgen?
Für António Amaro war der Weg viel mehr als nur eine Strecke zwischen Valença und Santiago. Es war ein Eintauchen in die Essenz des Lebens, wo jeder Stein die persönlichen Herausforderungen symbolisierte und jeder Schritt der Beginn einer inneren Veränderung war. Alleine gegangen, aber voller magischer Begegnungen, verwandelte dieser Weg Zweifel in Gewissheiten und bestätigte, dass es manchmal reicht, einfach anzufangen… der Rest, wie er sagt, „ergibt sich dann ganz natürlich“.
Lies, fühle, lass dich inspirieren… der Weg beginnt hier.

1. Was hat dich motiviert, den Jakobsweg zu gehen?
Die Möglichkeit zu haben, mich besser kennenzulernen, Zeit für mich zu haben, darüber nachzudenken, dass jeder Stein auf dem Weg dieselben Hindernisse im Leben sind, und vor allem, einzigartige Menschen und Erfahrungen kennenzulernen.
2. Wie viel Zeit verging zwischen deiner Entscheidung und dem Start des Weges?
Ungefähr 5 Jahre... Ich habe diesen Traum wegen bestimmter Hindernisse immer wieder aufgeschoben... aber der Start war der Impuls. Nach dem ersten habe ich den zweiten gemacht und dieses Jahr möchte ich den dritten machen.
3. Welchen Weg hast du gewählt und warum?
Ich habe den zentralportugiesischen Weg gemacht, beginnend in Valença. Da ich nur 5 Tage Urlaub hatte, konnte ich keinen längeren Weg machen.
4. Wie viele Tage hast du gebraucht?
5 Tage.

5. Welche Etappen hast du gemacht und welche waren die eindrücklichsten?
Ich habe Valença-Saxamonde; Saxamonde-Pontevedra; Pontevedra-Caldas de Reis; Caldas – Cruces; Cruces – Santiago gemacht. Die eindrücklichsten waren die letzten beiden, denn das waren Etappen, auf denen wir uns schon kannten, und gemeinsam anzukommen und die Nacht in Santiago zu verbringen, war ein einzigartiges Erlebnis.
6. Wie hast du dich körperlich und mental auf den Weg vorbereitet?
Mental brauchte ich nicht viel... meine Motivation und mein Wille waren sehr stark. Körperlich habe ich etwa 2 Monate vorher angefangen, zweimal pro Woche Wanderungen von etwa 10-12 km zu machen.
7. Hast du den Weg alleine oder in Begleitung gemacht? Wenn in Begleitung, mit wem?
Ich habe ihn alleine gemacht.
8. Was war der schwierigste Moment?
Es war der Anfang... und dann kommt alles von selbst. Es gibt etwas auf dem Weg, das man nicht erklären kann, das man nicht erzählen kann, .... ein magischer Moment.
9. Gab es etwas, das dich auf dem Weg überrascht hat?
Ja… dass wir mit nur einem Rucksack so glücklich sein können und einfach nur wandern und die Natur genießen. Alles fließt stressfrei und harmonisch.

10. Was war die beste Mahlzeit, die du auf dem Weg hattest?
Pulpo a la gallega in Padron.
11. Wo hast du die beste Unterkunft auf dem Weg gefunden?
Über Booking.

12. Hast du jemanden getroffen, der dich besonders beeindruckt hat?
Ja, eine Gruppe spektakulärer Leute aus Italien.
13. Was darf im Rucksack eines Pilgers nicht fehlen?
Das Nötigste… je leichter der Rucksack, desto besser….
14. Wie hast du dich gefühlt, als du in Santiago angekommen bist?
Eine sehr starke Energie und viele Emotionen. Es ist etwas, das man nicht erklären, nicht erzählen kann… und besonders die Predigt des Priesters bei der Pilgermesse. Er hat es geschafft, in 15 Minuten einen Rückblick auf die 5 Tage zu geben!!! Alle Erfahrungen, die ich gemacht habe, konnte er benennen.
15. Hast du ein Lied, das deinen Weg geprägt hat und das wir zu unserer Playlist hinzufügen können?
Caminantes, von Iván Ferreiro und Andrés Suarez.
16. Wenn du den Leuten, die überlegen, den Weg zu gehen, nur einen Tipp geben könntest, welcher wäre das?
Denkt nicht lange nach... verliert euch nicht in Details... der Weg entsteht beim Gehen... fangt morgen an...
17. Gab es Lernerfahrungen oder persönliche Veränderungen, die du durch die Erfahrung gemacht hast?
Ja, die Dinge anders sehen, besser mit Menschen umgehen….
18. Nachdem du den Weg abgeschlossen hast, hast du das Gefühl, dass die Erfahrung deinen anfänglichen Erwartungen entsprochen hat? Auf welche Weise?
Ohne Zweifel. Ich bin ein besserer Mensch geworden... mit mehr positiver Energie.
19. Hast du an einer Feier oder einem kulturellen Event auf dem Weg teilgenommen? Wie war diese Erfahrung?
Nein.
20. Wenn du den Weg in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?
Einzigartig und magisch
21. Hast du vor, den Jakobsweg noch einmal zu gehen oder andere Routen zu erkunden?
Ja, Santiago – Finisterre machen.