Die internationale Brücke über den Fluss Minho zu überqueren bedeutet mehr als nur das Land zu wechseln, es bedeutet, eine symbolische Schwelle des Jakobswegs zu überschreiten. Man lässt Portugal hinter sich und betritt Galicien, wo sich Pilger verschiedener Routen treffen und gemeinsam weiter nach Santiago ziehen.

Tui empfängt Sie mit der Ruhe seiner alten Straßen und der Imposanz der Kathedrale, die den Beginn einer neuen Energie auf der Reise markiert. Von hier aus wird der Weg grüner, ruhiger, innerlicher. Zwischen feuchten Wäldern, kleinen Anstiegen und dem Rauschen des Flusses tauchen Symbole wie das Kreuz von San Telmo auf, die an den Glauben und die Geschichte erinnern, die diese Route geprägt haben.

Wenn man sich O Porriño nähert, ändert sich die Atmosphäre erneut: von der Ruhe des Waldes zum Trubel der Stadt, wo das Wiedersehen mit anderen Pilgern dem Ende der Etappe Rhythmus und Leben verleiht.

Tipp: Viele Pilger wählen die alternative Route in Orbenlle, um das Industriegebiet vor O Porriño zu umgehen. Das sind nur 2 km mehr und die Landschaft ist viel schöner.

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Valença – O Porriño: Fotos

Valença – O Porriño: Reiseroute

A: Valença

Wenn Sie die Festung verlassen und die Internationale Brücke überqueren, lassen Sie Portugal hinter sich und betreten Galicien. Es ist ein symbolischer Moment auf dem Jakobsweg: ein Übergang zwischen Ländern, aber auch zwischen Etappen, wo die Reise einen neuen Rhythmus und eine neue Bedeutung erhält.

Tui ist nicht nur der Startpunkt von Spanien aus, sondern auch die Stadt, in der die spanischen Wälder beginnen. Achte auf die Geräusche. Manchmal spielen lokale Musiker für die Pilger, als wäre es eine Parade.  

Der Weg nach Ribadelouro ist einer der schönsten Abschnitte dieser Etappe. Hier gelangt der Pilger zum ersten großen Waldabschnitt des Tages: ein kühler, schattiger Pfad, begleitet vom Rauschen des Flusses San Simón. Entlang des Weges steht das Kreuz von San Telmo, das an den Bischof von Tui erinnert, der 1276 auf seiner Pilgerreise nach Santiago an der Pest starb.

Kurz nach Ribadelouro überquert der Weg die römische Brücke von Orbenlle, eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region. Von dort aus führt er direkt zum Pilgerwall, der sich bereits in der Nähe von O Porriño befindet. An dieser Stelle besteht auch die Möglichkeit, einen Abstecher zur alternativen Route zu machen, die etwa 2 km länger ist.

Die Ankunft in O Porriño markiert das Ende einer Etappe, die von großer Vielfalt geprägt ist: ruhige Wälder, alte Brücken und ländliche Wege. Die Stadt taucht nach und nach auf, mit belebten Straßen und lokalen Geschäften, die einen Kontrast zur Stille der Landschaft bilden.

Valença – O Porriño: Karte

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